Kieler Woche 2026 verbindet: Premiumpartner pushen das Top-Regattaprogramm
Kieler Woche 2026 verbindet: Premiumpartner pushen das Top-Regattaprogramm
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Die Kieler Woche verbindet, so das Motto des Segel- und Sommerfestivals 2026, auf den Regattabahnen vor Schilksee genauso wie auf den Eventarealen an Land. Ein halbes Jahr vor dem Startschuss (20. bis 28. Juni) stand auf dem traditionellen Kiel-Treff während der boot in Düsseldorf auch die Verbundenheit der Partner im Mittelpunkt. Nachdem die internationale Wassersportmesse ihre langjährige Premiumpartnerschaft um drei Jahre verlängert hat, setzt die Autohausgruppe WELLER ihre dieses Jahr ebenfalls fort. Mit DENZA kommt eine neue Premiummarke an Bord. Das pusht das Top-Regattaprogramm: Nach Wettkämpfen in acht olympischen Disziplinen des Sailing Grand Slams gehen zwölf internationale Bootsklassen mit der Weltmeisterschaft der Flying Dutchman (FD) und der neuen Viking Challenge sowie zwei deutschen Meisterschaften im Seesegeln an den Start.
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Sportlich bilden die olympischen Klassen in der ersten Hälfte der Kieler Woche wieder eine Einheit. Alle finalen Medaillenrennen finden am Mittwoch statt. „Dem Veranstaltertrio aus Norddeutschem Regatta Verein, dem NRV, und Verein Seglerhaus am Wannsee, kurz VSaW, sowie dem Kieler Yacht-Club, KYC, die zusammen die Wettfahrtleitungs- und Helferteams stellen, war eine klare Struktur der Wettkämpfe wichtig“, sagte KYC-Vorsitzender Hauke Berndt. Er erklärte auch die Konzentration aller Wettbewerbe in Schilksee, obwohl sich das Revier am Ostufer der Förde vor Stein bewährt habe. Berndt: „Die Aktiven im iQFOil und Wingfoilen haben uns zurückgespielt, dass dort das gemeinschaftliche Kieler Woche-Feeling noch nicht aufkam.“ Dafür wären indes erhebliche Investitionen nötig, die nicht ohne weiteres zu stemmen seien.
Ungeachtet dessen dankt Dirk Ramhorst, Organisationsleiter der Regatten, für die immense Unterstützung aus der Wirtschaft. „Die Treue der boot ist seit mehr als 30 Jahren eine wichtige Säule für uns, und die erneute Partnerschaft der WELLER-Gruppe stärkt die Kieler Woche auch zum Nutzen der Aktiven.“ Denn: Es wird der Trailerservice wieder aufgenommen. Poolfahrzeuge ziehen die Bootsanhänger von den Parkplätzen auf das Hafenvorfeld und verbessern den logistischen Ablauf wieder erheblich. In der Reihe der Premiumpartner stehen weiterhin REWE und die Deutsche Fernsehlotterie.
Nach einem überaus erfolgreichen Start der weltgrößten Wassersportausstellung schlug Messe-Geschäftsführer Marius Berlemann den Bogen vom Rhein an die Kieler Förde: „Ihr seid die ideale sommerliche Ergänzung und das Pendant zu uns. Die einzigartige Atmosphäre in Schilksee mit Aktiven und Gästen aus weit mehr als 50 Nationen gepaart mit dem blauen boot-Look nicht nur in unserer Lounge – da passen zwei Globalplayer perfekt zusammen.“
„Als Autohausgruppe WELLER fühlen wir uns dem Segelsport seit jeher eng verbunden und unterstützen den Regattasport aus voller Überzeugung“, unterstrich Burkhard Weller als geschäftsführender Gesellschafter der WELLER Holding SE & Co. KG die Fortsetzung des Sponsorings. Zuvor spendete er spontan drei neue Optis für die Jugendabteilung des KYC. Weller weiter: „Wir freuen uns sehr, auch in diesem Jahr wieder als Premiumpartner der Kieler Woche dabei zu sein.“
Dem stand Klaus Hartmann, Regional Commercial Director von DENZA, nicht nach: „Wir freuen uns auf eine großartige Kieler Woche 2026 und sind stolz, DENZA, unsere neue Premium-Marke von BYD, den Besuchern und Segelsportlern aus aller Welt präsentieren zu können. Das größte Segel-Event der Welt ist für DENZA die perfekte Bühne, um die Besucher an und in unsere faszinierenden Autos zu bringen und zugleich die Markenbekanntheit zu erhöhen.“
Kiels scheidender Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zog Parallelen zwischen der Kieler Woche und Olympischen Spielen, für deren Segelwettbewerbe und weitere Disziplinen sich die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt ab dem Jahr 2036 bewirbt. „Wir schaffen Räume der Begegnung zwischen Einheimischen und Gästen, Sport und Kultur, Wasser und Land. Die Kieler Woche stehe für Offenheit und Zusammenhalt, sie verbinde Menschen genauso wie es bei Olympia wäre. An einer breiten Zustimmung der Bevölkerung beim Bürgerentscheid am 19. April lasse er, Kämpfer, keinen Zweifel.
Pünktlich zum Kiel-Treff auf der boot wurde die Ausschreibung (Notice of Race) der Kieler Woche veröffentlicht und das Meldeportal (Manage2Sail) freigeschaltet. Von Seiten der Aktiven ist die Vorfreude bereits groß. „Wir erwarten 60 bis 80 Boote zur Weltmeisterschaft“, rechnet Meike Greten, die Präsidentin der internationalen Klassenvereinigung der Flying Dutchman. Sie selbst wird mit ihrem Mann und Vorschoter Tom an den Start gehen, genau wir die Titelverteidiger Kilian König und Johannes Brack, alle aus Hannover. Aber auch die Rostocker Größen Jörn und Bodo Borowski sowie die Mitfavoriten und Ex-Weltmeister Kay-Uwe Lüdtke und Kai Schäfers (Berlin/Hannover) stehen bereits in den Startlöchern.
Ebenfalls als Titelverteidiger kommt Torsten Bastiansen mit seiner „Sydbank“-Crew zur internationalen deutschen Inshore-Meisterschaft im Seesegeln. Der Flensburger will gleichzeitig die Premiere der Viking Challenge gewinnen, einer neuen deutsch-skandinavischen Regattaserie. Dazu gehören das „Marstrand Big Boat Race“ im Mai in Schweden und die „Blue Week“ im dänischen Middelfart Ende August. „An allen drei Orten kurze Rennen mit professioneller Verrechnung können die Szene beleben“, glaubt Bastiansen, für den es der Saisonhöhepunkt anstelle der EM in Estland wird. „Wenn wir dadurch die Skandinavier auch für die Kieler Woche begeistern, hätte das Seesegeln gewonnen.“
Zum Ende des Kiel-Treffs übergaben Hauke Berndt und Ulf Kämpfer das offizielle Kieler Woche-Plakat 2026 an Marius Berlemann und Düsseldorfs Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. Die Tinte unter der dreijährigen Partnervertragsverlängerung war da schon längst trocken.